Design to Cost

So widersprüchlich es klingen mag: Produktinnovationen sind ohne Produktkostenoptimierungen in einem entwickelten Markt nicht umsetzbar.

Design-to-Cost beschreibt die  Systematik, im Entwicklungsprozess kostenoptimierte Lösungen neu zu schaffen, die nicht zu Lasten von kundenwertigen Funktionen oder Qualitätsanforderungen gehen.

Design-to-Cost erfordert spezifische Anstrengungen, denn ohne Zutun besteht in der Produktentwicklung die natürliche Tendenz zu Kostenmehrungen und zum Einsatz von teuren Lösungen.

Design-to-Cost ist geprägt durch die Sache nach neuen kreativen Lösungsmöglichkeiten. Häufig sind gute Ideen zur Kostensenkung vorhanden, diese werden aber nicht umgesetzt. Somit gilt es das Beste aus den Ideen zu machen.

Mit unterschiedlichen Methoden kann ein Ideenpool von Kostensenkungsansätzen entwickelt werden. Hierbei ist schon ganz zu Beginn das Anforderungsmanagement eine wichtige Station.

Wie läuft ein typisches Projekt ab?

Klärung der Projektrahmenbedingungen

In der Regel bildet das Kostensenkungsziel den Ausgangspunkt des DTC Prozesses. Zu klären sind die Rahmenbedingungen wie Anforderungen (Lastenheft) und Prämissen (Volumen, Baukasten, SOP, etc.)

Ideengenerierung

Zu Beginn des Prozesses geht es um die Generierung von Ideen. Hierbei muss die Kreativität freien Lauf haben. Das Ziel in dieser Phase ist es, mehr Ideenpotenziale zu finden, als es der geforderten Kostensenkung entspricht.

Ideenbewertung

Um zu entscheiden, welche Ideen umgesetzt werden können, ist eine betriebswirtschaftliche (Aufwand / Nutzen)  und technische Bewertung notwendig.

Ideenmonitoring / Projektcontrolling

Meistens basiert die Kostensenkung am Ende auf der Umsetzung vieler kleinerer Ansätze statt weniger großer Potenziale. Somit ist ein konsequentes Ideencontrolling notwendig.

Lessons learned

Mit Design-to-Cost findet im Projektteam ein Lernprozess statt, dessen Ergebnis und Nutzen im Sinne des Wissensmanagements anderen Teams zur Verfügung gestellt werden sollte.