Produktkostenkalkulation

Die Produktkostenkalkulation ist im gesamten Lebenszyklus eines elektronischen Systems die Voraussetzung für kostenoptimale Rahmenbedingungen in Entwicklung und Beschaffung.

Bei Elektronikbaugruppen  stellen die Materialkosten den dominanten Kostenanteil dar (i.w. Bauelementepreise). Diese sind im Verhältnis zu den Gesamtkosten im Vergleich mit anderen Technologien überproportional hoch.

Daher ist eine treffsichere Einschätzung der Kosten für elektronische Bauelemente essentiell für die Kostenanalyse.

Bei der Ermittlung der  Materialkosten der Bauelemente ist es entscheidend zu wissen, welche Marktpreise tatsächlich bezahlt werden. Ein rein kalkulatorischer Ansatz ist hier nur die zweitbeste Wahl.

Wir verfügen über eine umfangreiche Datenbasis, und innovative Tools, die uns die sichere Bewertung von Bauelementekosten ermöglichen.

Wie läuft ein typisches Projekt ab?

Abstimmung Prämissen

Die Bewertungsmaßstäbe für die Kostenanalyse werden festgelegt. Dies sind im wesentlichen Produktstückzahl und Fertigungsstandort, aber auch Wertschöpfungsstrukturen und Standardwechselkurse müssen zu diesem Zeitpunkt definiert werden.

Aufbau der Stückliste

Aufbau hierarchischer Strukturen, um größere Übersicht zu schaffen, sowie Zuweisung von Eigenschaften, die für die Fertigungsprozesse und -kalkulation notwendig sind (Bestückseite, Pick&Place- / High-Speed-Bestückung, etc.)

Ermittlung der Materialkosten

Hier muss zwischen Elektronik und Mechanik unterschieden werden. Für elektronische Bauelemente ist die Kostenbewertung marktgetrieben und erfolgt im wesentlichen durch Rückgriff auf Referenzpreise. Für Commodity-Bauelemente werden übergreifende Synergien und damit höhere Stückzahlen zugrunde gelegt. Bei der Mechanik - in der Regel als Zukauf gerechnet - erfolgt die Produktkostenkalkulation im klassischen Bottom-Up Verfahren durch Activities-Based-Costing. Für die Materialgemeinkosten und Ausschuss werden branchen- und technologietypische Werte verwendet.

Ermittlung der Fertigungskosten

Bei der Ermittlung der Fertigungskosten gehen wir vom produktabhängigen, -gesteuerten Fertigungsprozess aus. Für jeden Fertigungsschritt ermitteln wir die Zykluszeit, die Lohnkosten sowie die Maschinenkosten. Für die Fertigungsgemeinkosten werden branchen - und technologietypische Werte verwendet. Dasselbe gilt für die Overhead- und Gewinnzuschläge zur Ermittlung des Basispreises.